PCS
PCS bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: Batterie-Wechselrichter für AC/DC- und DC/AC-Wandlung. Fachlich wird der Begriff häufig als Power Conversion System beschrieben.
Was bedeutet PCS?
Das Power Conversion System ist der Batteriewechselrichter des Speichers: Es wandelt beim Laden Wechselstrom in Gleichstrom und beim Entladen zurück. Seine Nennleistung in kW bestimmt, wie viel der Speicher gleichzeitig aufnehmen oder abgeben kann — unabhängig davon, wie groß die Batterie ist.
Das PCS bestimmt außerdem die Netzqualität des Speichers: Klirrfaktor, Leistungsfaktor und das Verhalten bei Netzfehlern sind PCS-Eigenschaften. Bei Systemen mit Ersatzstromfunktion baut das PCS im Inselbetrieb das lokale Netz auf.
Worauf es in der Praxis ankommt
- die PCS-Leistung muss die höchste zu kappende Lastspitze abdecken
- Dauerleistung und kurzzeitige Überlastfähigkeit unterscheiden
- Inselbetriebsfähigkeit ist eine PCS-Eigenschaft, keine Batterieeigenschaft
- bei DC-Blöcken (z. B. PotisBank L3.7/L5.0) wird das PCS separat geplant
Praxisbeispiel
Ein Betrieb will 80-kW-Spitzen kappen. Ein 200-kWh-Speicher mit 50-kW-PCS schafft das nicht — die Spitze läuft über das PCS-Limit hinaus ins Netz. Dasselbe Batteriesystem mit 105-kW-PCS löst die Aufgabe.
SpeicherCampus-Einordnung
Bei der Projektprüfung gleicht SpeicherCampus die PCS-Leistung mit dem Lastprofil ab. Die Leistungsfrage steht vor der Kapazitätsfrage — ein zu schwaches PCS macht auch die größte Batterie nutzlos.