Autarkiegrad
Autarkiegrad bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: nicht immer wirtschaftliches Hauptziel. Fachlich wird der Begriff häufig als Anteil des Verbrauchs aus eigener Erzeugung beschrieben.
Was bedeutet Autarkiegrad?
Der Autarkiegrad ist der Anteil des Stromverbrauchs, der aus eigener Erzeugung gedeckt wird. Er blickt — anders als die Eigenverbrauchsquote — vom Verbrauch aus: 60 % Autarkie heißt, nur 40 % des Bedarfs kommen noch aus dem Netz.
Emotional ist Autarkie ein starkes Motiv, wirtschaftlich aber selten das beste Ziel: Die letzten Autarkieprozente erfordern große Kapazitäten, die im Winter kaum gefüllt werden.
Worauf es in der Praxis ankommt
- Autarkiegrad und Eigenverbrauchsquote sauber auseinanderhalten
- saisonale Grenze akzeptieren: Winterwochen begrenzen die realistische Autarkie
- Netzanschluss bleibt für Leistungsspitzen und Redundanz wertvoll
- echte Vollautarkie ist ein Inselprojekt — andere Technik, andere Kosten
Praxisbeispiel
Ein Betrieb erreicht mit PV und Speicher 65 % Autarkie. Der Sprung auf 85 % hätte die vierfache Speicherkapazität plus PV-Ausbau verlangt — für die Dezemberwochen. Die Investition wanderte stattdessen in Ladepunkte, die den PV-Strom direkt verwerten.
SpeicherCampus-Einordnung
SpeicherCampus weist den Autarkiegrad transparent aus, optimiert aber auf Wirtschaftlichkeit — Autarkie ist ein Ergebnis guter Planung, kein Selbstzweck.