Ersatzstrom
Ersatzstrom bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: braucht Umschaltung, Netztrennung, Schutzkonzept und Verbraucherdefinition. Fachlich wird der Begriff häufig als Versorgung definierter Verbraucher bei Netzausfall beschrieben.
Was bedeutet Ersatzstrom?
Ersatzstrom ist die Versorgung definierter Verbraucher bei Netzausfall. „Definiert” ist das entscheidende Wort: Nicht der ganze Betrieb läuft weiter, sondern die vorab festgelegten Ersatzstromkreise — Steuerungen, Kühlung, IT, Tore, Sicherheitstechnik.
Technisch braucht Ersatzstrom vier Bausteine: eine Umschalteinrichtung (idealerweise STS), die saubere Netztrennung gegenüber dem öffentlichen Netz, ein Schutzkonzept für den Inselbetrieb und eine Energiereserve, die zur gewünschten Überbrückungsdauer passt.
Worauf es in der Praxis ankommt
- Verbraucherliste mit Leistungen und Anlaufströmen erstellen
- Überbrückungsdauer realistisch festlegen (Stunden, nicht Tage)
- PV-Nachladung im Inselbetrieb einplanen — sie verlängert die Reserve
- Ersatzstrom nie pauschal zusagen: jedes Konzept ist projektspezifisch
Praxisbeispiel
Ein Logistikbetrieb definiert Tore, Server und Kühlzone als Ersatzstromkreis (zusammen 45 kW). Der 215-kWh-Speicher hält bei 60 % Reserve rund drei Stunden — genug für den geordneten Betrieb bis zur Netzwiederkehr oder den Generatorstart.
SpeicherCampus-Einordnung
SpeicherCampus formuliert Ersatzstrom bewusst vorsichtig: Was weiterläuft, entscheidet die Planung, nicht das Datenblatt. Der OmniCube A215 liefert mit integriertem STS die technische Basis dafür.