HPC-Laden
HPC-Laden bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: erzeugt sehr hohe Leistungsspitzen. Fachlich wird der Begriff häufig als High Power Charging beschrieben.
Was bedeutet HPC-Laden?
High Power Charging bezeichnet DC-Schnellladen mit hohen Leistungen — üblich sind 150 bis 400 kW pro Ladepunkt. Ein einziger HPC-Lader zieht damit so viel Leistung wie ein mittlerer Gewerbebetrieb in der Spitze; zwei parallel belegte Säulen übersteigen viele Netzanschlüsse.
Charakteristisch ist das Lastprofil: extrem steile, kurze Spitzen mit Pausen dazwischen — wie gemacht für Batteriepufferung, denn zwischen den Ladevorgängen kann der Speicher nachladen.
Worauf es in der Praxis ankommt
- Speicherleistung an der maximalen Gleichzeitigkeit der Säulen ausrichten
- hohe C-Rate erforderlich; die Kapazität folgt aus der Ladefrequenz
- Netzanschlussvertrag prüfen: HPC-Spitzen treiben den Leistungspreis massiv
- Vorkonditionierung und Ladekurven der Fahrzeuge dämpfen die reale Spitze
Praxisbeispiel
Ein Rasthof plant zwei 300-kW-HPC-Säulen an einem 250-kW-Anschluss. Ein Speicher mit 500 kW Entladeleistung und 650 kWh (PotisMobile-Klasse) puffert die Ladevorgänge; nachts und zwischen den Kunden lädt er nach — der Netzanschluss blieb unangetastet.
SpeicherCampus-Einordnung
HPC-Projekte rechnet SpeicherCampus aus dem erwarteten Ladeverhalten, nicht aus Säulen-Nennleistungen — der Unterschied entscheidet über eine wirtschaftliche oder eine überdimensionierte Lösung.