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Ladefenster

Ladefenster bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: muss mit PV, Tarif, Peak Shaving und Ersatzstromreserve abgestimmt werden. Fachlich wird der Begriff häufig als Zeitfenster zum Laden beschrieben.

Was bedeutet Ladefenster?

Das Ladefenster ist der Zeitraum, in dem der Speicher geladen werden kann, ohne seine Aufgaben zu stören — typischerweise die PV-Überschussstunden am Mittag oder günstige Tarifzeiten in der Nacht. Seine Länge und Lage entscheiden, ob die Kapazität im Alltag überhaupt gefüllt wird.

Kritisch wird das Ladefenster beim Peak Shaving: Liegen Lastspitzen dicht hintereinander, muss der Speicher zwischen ihnen nachladen können — sonst ist er bei der zweiten Spitze leer.

Worauf es in der Praxis ankommt

  • Ladefenster aus Lastprofil und PV-Erzeugung ableiten, nicht schätzen
  • Ladeleistung so wählen, dass das Fenster zum Füllen reicht
  • konkurrierende Ziele koordinieren: Laden fürs Peak Shaving vs. PV-Aufnahme
  • bei dynamischen Tarifen verschiebt sich das Fenster täglich — EMS-Aufgabe

Praxisbeispiel

Ein Betrieb hat Lastspitzen um 7 und um 13 Uhr. Zwischen beiden liegen fünf Stunden mit PV-Überschuss — genug, um den 215-kWh-Speicher mit 50 kW Ladeleistung wieder zu füllen. Die Analyse des Ladefensters machte die Doppelspitze beherrschbar.

SpeicherCampus-Einordnung

SpeicherCampus prüft Ladefenster als festen Bestandteil der Dimensionierung: Kapazität ohne erreichbares Ladefenster ist totes Kapital.