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Lastprofil

Lastprofil bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: wichtigste Grundlage jeder Speicherplanung. Fachlich wird der Begriff häufig als zeitlicher Verlauf des Stromverbrauchs beschrieben.

Was bedeutet Lastprofil?

Das Lastprofil ist der zeitliche Verlauf des Stromverbrauchs, in Österreich und Deutschland für Gewerbekunden meist als 15-Minuten-Mittelwerte vom Netzbetreiber gemessen. Es zeigt, was der Jahresverbrauch verbirgt: Grundlast, Tagesgang, Nachtverbrauch, Höhe, Dauer und Häufigkeit von Lastspitzen sowie saisonale Muster.

Für die Speicherplanung ist es die wichtigste Datenquelle überhaupt: Aus den Spitzen folgt die nötige Leistung, aus Überschuss- und Ladefenstern die Kapazität, aus dem Muster die Betriebsstrategie.

Worauf es in der Praxis ankommt

  • das Lastprofil beim Netzbetreiber anfordern (steht jedem Kunden zu)
  • mindestens ein volles Jahr betrachten — Saisonalität nicht unterschätzen
  • gemeinsam mit PV-Erzeugungsdaten auswerten: Wann entsteht Überschuss?
  • geplante Verbraucher (Ladepunkte, Maschinen) auf das Profil aufschlagen

Praxisbeispiel

Zwei Betriebe verbrauchen je 300.000 kWh im Jahr. Der eine hat eine flache Grundlast, der andere kurze 180-kW-Spitzen bei 80 kW Grundlast. Gleiche Jahresenergie — völlig verschiedene Speicherlösungen: Der erste braucht kaum einen, der zweite profitiert massiv.

SpeicherCampus-Einordnung

Ohne Lastprofil gibt SpeicherCampus keine Dimensionierungsempfehlung ab. Die Projektprüfung beginnt mit genau dieser Datei — sie ersetzt Bauchgefühl durch Fakten.