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Netzentgelte

Netzentgelte bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: relevant bei Speicher, Energiegemeinschaft, Einspeicherung und Ausspeicherung. Fachlich wird der Begriff häufig als Kosten für Netznutzung beschrieben.

Was bedeutet Netzentgelte?

Netzentgelte sind die Kosten für die Nutzung des Stromnetzes — neben Energiepreis und Abgaben der dritte große Block der Stromrechnung. Für Gewerbekunden bestehen sie typischerweise aus Arbeitspreis (ct/kWh) und Leistungspreis (€/kW für die höchste Viertelstunde des Jahres).

Für Speicherprojekte sind sie doppelt relevant: Der Leistungspreis ist die Ertragsquelle des Peak Shaving — und bei Energiegemeinschaften oder Ein-/Ausspeicherung können Netzentgelte anfallen, welche die Wirtschaftlichkeit belasten.

Worauf es in der Praxis ankommt

  • Leistungspreis des Netzbetreibers aus der Netzrechnung ziehen — er variiert stark
  • Messung verstehen: Jahres- oder Monatshöchstwert, Viertelstundenbasis
  • bei Energiegemeinschaften die Entgeltlogik je Netzebene prüfen
  • regulatorische Änderungen beobachten — Netzentgeltsystematik ist im Umbruch

Praxisbeispiel

Zwei Standorte desselben Unternehmens: Netzbetreiber A verrechnet 45 €/kW Jahresleistungspreis, Netzbetreiber B 105 €/kW. Das identische Peak-Shaving-Konzept amortisiert bei B in weniger als der halben Zeit — die Netzrechnung entschied über die Projektreihenfolge.

SpeicherCampus-Einordnung

SpeicherCampus liest vor jeder Empfehlung die Netzrechnung des Standorts — die Netzentgeltstruktur ist eine der stärksten Stellschrauben der Speicherwirtschaftlichkeit.