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Peak Shaving

Peak Shaving bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: Speicher reduziert kurzzeitige Netzbezugsspitzen. Fachlich wird der Begriff häufig als Lastspitzenkappung beschrieben.

Was bedeutet Peak Shaving?

Peak Shaving — Lastspitzenkappung — reduziert die höchste Leistung, die ein Betrieb aus dem Netz bezieht. Das EMS überwacht den Netzbezug in Echtzeit; nähert er sich einem Grenzwert, entlädt der Speicher und übernimmt die Differenz. Die Spitze findet statt — aber aus der Batterie, nicht aus dem Netz.

Wirtschaftlich zielt Peak Shaving auf den Leistungspreis: Gewerbekunden zahlen für die höchste gemessene Viertelstunde des Abrechnungszeitraums. Eine einzige gekappte Spitze kann die Jahresabrechnung spürbar senken.

Worauf es in der Praxis ankommt

  • kW zählt mehr als kWh: Die Speicherleistung muss die Spitzenhöhe abdecken
  • Dauer und Häufigkeit der Spitzen bestimmen die nötige Kapazität
  • zwischen den Spitzen braucht der Speicher ein Ladefenster
  • der Grenzwert wird strategisch gesetzt — zu ehrgeizig kappt ins Leere

Praxisbeispiel

Ein Betrieb mit 80 kW Grundlast erzeugt beim Anfahren der Produktion 15-minütige Spitzen bis 190 kW. Ein Speicher mit 105 kW Leistung kappt auf 110 kW; bei 30 Spitzen pro Monat amortisiert die Leistungspreisersparnis einen erheblichen Teil des Systems.

SpeicherCampus-Einordnung

Peak Shaving ist neben dem PV-Eigenverbrauch der stärkste wirtschaftliche Hebel im Portfolio. SpeicherCampus berechnet den optimalen Grenzwert direkt aus dem 15-Minuten-Lastprofil.