PV-Überschuss
PV-Überschuss bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: wichtiges Speicherpotenzial. Fachlich wird der Begriff häufig als PV-Erzeugung über aktuellem Verbrauch beschrieben.
Was bedeutet PV-Überschuss?
PV-Überschuss ist der Teil der Solarerzeugung, der über dem momentanen Verbrauch liegt. Ohne Speicher fließt er ins Netz — vergütet zu Konditionen, die meist deutlich unter dem Strombezugspreis liegen — oder wird bei Einspeisebegrenzung schlicht abgeregelt.
Für die Speicherplanung ist der Überschuss die Ressource schlechthin: Seine Tagesmenge bestimmt, wie viel Kapazität sich täglich füllen lässt, sein zeitliches Profil definiert das Ladefenster.
Worauf es in der Praxis ankommt
- Überschuss aus PV-Simulation und Lastprofil viertelstundengenau berechnen
- Sommer/Winter-Spreizung beachten: Der Winterüberschuss ist oft ein Bruchteil
- Spread zwischen Einspeisevergütung und Bezugspreis bestimmt den Wert
- wachsender Eigenverbrauch (E-Mobilität!) frisst Überschuss über die Jahre
Praxisbeispiel
Eine 100-kWp-Anlage erzeugt im Juni täglich 180 kWh Überschuss, im Dezember nur 15 kWh. Der Speicher wurde auf den Frühjahr/Herbst-Wert von 90 kWh ausgelegt — die Sommerspitze teilt sich in Batterie und Einspeisung, der Winter bleibt Netzbetrieb.
SpeicherCampus-Einordnung
SpeicherCampus rechnet den PV-Überschuss nie pauschal, sondern aus den realen Viertelstundendaten beider Kurven — Erzeugung und Last.