RTE
RTE bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: Gesamtwirkungsgrad über Lade- und Entladevorgang. Fachlich wird der Begriff häufig als Round Trip Efficiency beschrieben.
Was bedeutet RTE?
Die Round Trip Efficiency ist der Gesamtwirkungsgrad über den vollen Umlauf: Wie viel von der eingeladenen Energie kommt beim Entladen wieder heraus? Eine RTE von 90 % heißt: Von 100 gespeicherten kWh sind 90 nutzbar — 10 gehen als Wandlungs-, Batterie- und Nebenverbrauchsverluste verloren.
Die RTE wirkt direkt auf die Wirtschaftlichkeit, denn jeder Umlauf bezahlt die Verluste mit: Bei täglichem Zyklieren summieren sich wenige Prozentpunkte über 15 Jahre zu erheblichen Energiemengen.
Worauf es in der Praxis ankommt
- Systemgrenze der Angabe klären: mit oder ohne Kühlung und Standby?
- AC-AC-RTE vergleichen, nicht Batterie-DC-Werte gegen Systemwerte
- Teillastverhalten beachten: Bei kleinen Leistungen sinkt die Effizienz
- Hilfsverbrauch (Kühlung!) gehört in die ehrliche Bilanz
Praxisbeispiel
Zwei Systeme werben mit „bis 94 %” und „87 %”. Das erste misst DC-seitig ohne Kühlung, das zweite AC-AC komplett. Auf gleicher Systemgrenze liegen beide bei rund 87 % — der scheinbare Unterschied war eine Messgrenzen-Frage.
SpeicherCampus-Einordnung
SpeicherCampus vergleicht RTE-Angaben nur auf identischer Systemgrenze und rechnet die Verluste in der Wirtschaftlichkeitsrechnung explizit mit.