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Speichergröße

Speichergröße bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: bestimmt Energiemenge und Überbrückungsdauer. Fachlich wird der Begriff häufig als Kapazität in kWh oder MWh beschrieben.

Was bedeutet Speichergröße?

Die Speichergröße bezeichnet die Kapazität eines Systems in kWh oder MWh — wie viel Energie es maximal aufnehmen kann. Von der Bruttokapazität zu unterscheiden ist die nutzbare Kapazität: DoD-Grenzen, Reserven und Alterung reduzieren, was im Alltag wirklich zur Verfügung steht.

Die richtige Größe ist kein „mehr hilft mehr”: Ein überdimensionierter Speicher wird nie voll, zykliert unwirtschaftlich und bindet Kapital; ein zu kleiner läuft ständig leer und verfehlt seine Aufgaben.

Worauf es in der Praxis ankommt

  • Größe aus PV-Überschuss, Verbrauchsverschiebung und Ersatzstromreserve herleiten
  • nutzbare Kapazität rechnen, nicht Katalogkapazität
  • Degradation über die Laufzeit einplanen (Kapazität am Ende der Garantie)
  • Erweiterbarkeit prüfen, statt auf Vorrat zu kaufen

Praxisbeispiel

Ein Betrieb mit 60 kWh täglichem PV-Überschuss und 40 kWh Abendverbrauch wählt 215 kWh — nicht für den Alltag, sondern für die gewünschte dreistündige Ersatzstromreserve. Ohne diese Anforderung hätten 100 kWh gereicht.

SpeicherCampus-Einordnung

SpeicherCampus leitet die Speichergröße aus den Anwendungen her und weist nutzbare Kapazität und Reserven getrennt aus — damit die Zahl im Angebot dieselbe ist wie die im Betrieb.