Speicherleistung
Speicherleistung bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: bestimmt Eingriffsstärke bei Lastspitzen. Fachlich wird der Begriff häufig als Leistung in kW oder MW beschrieben.
Was bedeutet Speicherleistung?
Die Speicherleistung — angegeben in kW oder MW — fasst zusammen, wie viel Leistung ein System aufnehmen und abgeben kann. Sie ist neben der Kapazität die zweite Grundgröße jedes Speichers und wird von PCS, Batterie-C-Rate und Temperatur gemeinsam begrenzt.
In der Angebotspraxis geht die Leistung oft im Kapazitätsmarketing unter: Beworben wird die kWh-Zahl, entscheidend für Peak Shaving, Ersatzstrom und Ladeinfrastruktur ist aber fast immer die kW-Zahl.
Worauf es in der Praxis ankommt
- für jede Anwendung die maßgebliche Leistungsanforderung bestimmen
- Dauerleistung, Kurzzeitleistung und temperaturbedingtes Derating unterscheiden
- das Verhältnis von Leistung zu Kapazität (C-Rate) zur Anwendung passen
- Skalierung: Parallelschaltung erhöht Leistung linear
Praxisbeispiel
Für einen Ladepark werden 400 kW Pufferleistung gebraucht, aber nur 300 kWh Energie pro Spitzenstunde. Die Systemwahl fällt auf leistungsstarke Einheiten mit 1P-Rate statt großer, träger Kapazitätsblöcke — Leistung war hier das knappe Gut.
SpeicherCampus-Einordnung
SpeicherCampus behandelt die Speicherleistung als eigenständiges Auslegungsziel. Im Produktfinder ist sie neben der Kapazität die zentrale Filtergröße.