USV
USV bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: für besonders sensible Verbraucher wie IT und Steuerungen. Fachlich wird der Begriff häufig als unterbrechungsfreie Stromversorgung beschrieben.
Was bedeutet USV?
Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung überbrückt Netzausfälle ohne jede Unterbrechung — die Last läuft aus der USV-Batterie weiter, bevor der Ausfall überhaupt messbar ist. Dafür ist die USV dauerhaft im Strompfad und typischerweise für Minuten ausgelegt, nicht für Stunden.
Vom Batteriespeicher mit STS unterscheidet sie sich grundlegend: Der Speicher schaltet in Millisekunden um (kurze, definierte Unterbrechung), die USV gar nicht. Dafür kann der Speicher Stunden überbrücken und verdient im Normalbetrieb Geld — die USV ist reine Versicherung.
Worauf es in der Praxis ankommt
- USV nur für wirklich unterbrechungssensible Geräte (Server, Medizintechnik, Prozessleittechnik)
- Kombination ist Standard: USV überbrückt die Millisekunden, der Speicher die Stunden
- USV-Batterien altern schnell — Wartung und Tauschzyklen einrechnen
- Ersatzstromkreis so planen, dass die USV nachgeladen wird
Praxisbeispiel
Ein Betrieb sichert seine Serverschränke mit einer 10-kVA-USV (15 Minuten) und legt sie in den Ersatzstromkreis des Speichers. Beim Netzausfall überbrückt die USV die STS-Umschaltung, danach versorgt der Speicher — die USV bleibt voll und die Server merken nichts.
SpeicherCampus-Einordnung
SpeicherCampus stellt den Speicher nie als USV-Ersatz dar. Die Kombination beider Systeme — jede Technik für ihre Zeitskala — ist das robuste Konzept.