Wirkungsgradverluste
Wirkungsgradverluste bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: beeinflussen Wirtschaftlichkeit. Fachlich wird der Begriff häufig als Energieverluste beim Laden und Entladen beschrieben.
Was bedeutet Wirkungsgradverluste?
Wirkungsgradverluste sind die Energiemengen, die zwischen Laden und Entladen verloren gehen: in der Leistungselektronik (PCS), in der Batterie selbst (Innenwiderstand), in Transformatoren sowie im Nebenverbrauch für Kühlung, Steuerung und Standby. Zusammengefasst ergeben sie die Round-Trip-Efficiency.
Die Verluste sind kein Schönheitsfehler, sondern laufende Kosten: Jede gespeicherte Kilowattstunde wird nur zu 85-92 % wieder nutzbar — die Differenz kauft der Betreiber jedes Mal mit ein.
Worauf es in der Praxis ankommt
- Verluste bei realen Arbeitspunkten betrachten: Teillast ist oft ineffizienter
- Standby-Verbrauch zählt in Schwachlastzeiten überraschend stark
- Kühlung ist der größte Nebenverbraucher — Konzeptwahl wirkt auf die Bilanz
- Verluste gehören als Kostenzeile in die Wirtschaftlichkeitsrechnung
Praxisbeispiel
Ein Speicher verschiebt jährlich 60.000 kWh. Bei 88 % RTE gehen 7.200 kWh als Verluste verloren — bewertet mit dem Bezugspreis eine vierstellige Jahresposition, die im Angebot des Wettbewerbers schlicht fehlte.
SpeicherCampus-Einordnung
SpeicherCampus weist Wirkungsgradverluste in der Projektrechnung explizit aus — sie gehören zum ehrlichen Bild, auch wenn sie das Angebot weniger glänzend machen.