Eigenverbrauchsquote
Eigenverbrauchsquote bedeutet im SpeicherCampus-Kontext: Speicher kann sie erhöhen. Fachlich wird der Begriff häufig als Anteil des PV-Stroms, der selbst genutzt wird beschrieben.
Was bedeutet Eigenverbrauchsquote?
Die Eigenverbrauchsquote ist der Anteil der PV-Erzeugung, der am Standort selbst genutzt wird — direkt oder über den Speicher. Eine Quote von 70 % heißt: 70 % des Solarstroms ersetzen teuren Netzbezug, 30 % werden eingespeist.
Sie ist die zentrale Wirtschaftlichkeitskennzahl der PV-Speicher-Kombination, weil selbst genutzter Strom mit dem Bezugspreis bewertet wird, eingespeister nur mit der Vergütung — die Differenz macht den Speicherertrag.
Worauf es in der Praxis ankommt
- nicht mit dem Autarkiegrad verwechseln (andere Bezugsgröße)
- realistisch simulieren: 100 % sind selten wirtschaftlich erreichbar
- jede neue Last (Ladepunkte, Wärmepumpe) hebt die Quote von selbst
- die letzten Prozentpunkte kosten überproportional viel Kapazität
Praxisbeispiel
Ein Gewerbebetrieb steigert seine Quote durch den Speicher von 42 auf 76 %. Der Sprung auf 90 % hätte die dreifache Kapazität gebraucht — für Überschüsse, die nur an 30 Sommertagen anfallen. Er blieb wirtschaftlich sinnvoll bei 76 %.
SpeicherCampus-Einordnung
SpeicherCampus optimiert nicht auf maximale, sondern auf wirtschaftliche Eigenverbrauchsquote — der Grenznutzen jeder zusätzlichen kWh Kapazität wird ausgewiesen.