Trafo
Trafo bedeutet im Speichercampus-Kontext: oft Flaschenhals bei Großprojekten. Fachlich wird der Begriff häufig als Transformator beschrieben.
Was bedeutet Trafo?
Der Transformator verbindet die Spannungsebenen: Er setzt Mittelspannung (typisch 10-30 kV) auf die 400 V des Betriebsnetzes herab — oder die Speicherspannung hinauf. Bei größeren Projekten ist er ein eigenes Planungsthema mit Lieferzeit, Kosten und Platzbedarf.
Für Speicherprojekte ist der Trafo doppelt relevant: Als Engpass, wenn seine Nennleistung zusätzliche Lade- oder Entladeleistung nicht hergibt — und als Kostenblock, wenn Großspeicher wie die PotisBank-DC-Blöcke einen eigenen Mittelspannungsanschluss brauchen.
Worauf es in der Praxis ankommt
- Trafonennleistung und aktuelle Auslastung vor der Speicherdimensionierung prüfen
- Gleichzeitigkeit rechnen: Speicherladung darf den Trafo nicht überlasten
- bei MWh-Projekten Trafo- und Schaltanlagenkosten früh ins Budget
- Lieferzeiten von Mittelspannungstrafos in die Projektplanung einbeziehen
Praxisbeispiel
Ein Industriebetrieb plant 500 kW Speicherleistung am 630-kVA-Trafo, der bereits zu 70 % ausgelastet ist. Die Lösung: Ladeleistung per EMS auf Schwachlastzeiten begrenzen — der Speicher passt, ohne dass der Trafo getauscht werden musste.
Speichercampus-Einordnung
Speichercampus prüft die Trafosituation in jedem größeren Projekt — sie entscheidet mit über Systemgröße, Ladelogik und die Grenze zwischen C&I- und Großspeicherklasse.